Dr. Borchardt Peter

Patientenverfügung

Selbstbestimmt über Ihre medizinische Versorgung entscheiden

Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Willenserklärung, mit der Sie im Voraus festlegen können, welche medizinischen Maßnahmen Sie wünschen oder ablehnen, falls Sie einmal nicht mehr in der Lage sein sollten, Ihren Willen selbst mitzuteilen. Sie dient dazu, Ihre persönlichen Werte und Vorstellungen über eine angemessene medizinische Behandlung zu berücksichtigen.

Warum eine Patientenverfügung wichtig ist

Im Ernstfall sorgt eine Patientenverfügung dafür, dass Ärztinnen und Ärzte sowie Angehörige wissen, welche Behandlungen Sie akzeptieren oder ablehnen. Sie bietet Sicherheit, schützt vor unnötigen medizinischen Maßnahmen und entlastet Ihre Familie in schwierigen Entscheidungssituationen.

Inhalt einer Patientenverfügung

Eine gut formulierte Patientenverfügung kann unter anderem folgende Punkte enthalten:

  • Zustimmung oder Ablehnung bestimmter lebenserhaltender Maßnahmen (z. B. künstliche Beatmung, Reanimation, Ernährungssonden)
  • Schmerz- und Symptomkontrolle bei unheilbaren Erkrankungen
  • Wünsche zu Palliativmaßnahmen und Hospizversorgung
  • Vorgaben für die medizinische Versorgung bei schweren Unfällen oder Bewusstlosigkeit

Erstellung und Aktualisierung

Die Patientenverfügung sollte schriftlich verfasst und möglichst konkret formuliert werden. Es ist sinnvoll, diese gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt zu erstellen, um medizinische Aspekte klar zu berücksichtigen. Sie kann jederzeit aktualisiert oder widerrufen werden, z. B. bei Änderungen im Gesundheitszustand oder persönlichen Präferenzen.

Praktische Hinweise

  • Hinterlegen Sie die Patientenverfügung bei Ihren Angehörigen und Hausärzt*innen.
  • Ein Eintrag im Notfalldatenregister oder das Mitführen einer Kopie kann im Ernstfall helfen.
  • Ergänzend kann eine Vorsorgevollmacht bestimmt werden, die festlegt, wer Entscheidungen treffen darf, falls Sie nicht mehr selbst dazu in der Lage sind.